Schädlingsbekämpfung in Logistikzentren

Das Schädlingsrisiko von Logistikzentren entsteht durch den hohen Torverkehr und die ständige Warenbewegung: Die Einschleppung erfolgt mit der angelieferten Fracht. Die Bekämpfung konzentriert sich deshalb auf den Perimeter und die Tore, mit einem Monitoringnetz und planmäßigen Kontrollen.

Logistik und Lagerhaltung

Typische Herausforderungen

Diese Situationen entscheiden, wie das Programm für Ihren Standort aufgebaut wird – wir sehen sie uns bei der Begehung als Erstes an.

  1. Ständig geöffnete Verladetore

    1Ständig geöffnete Verladetore

  2. Einschleppung mit eingehender Fracht und Paletten

    2Einschleppung mit eingehender Fracht und Paletten

  3. Große Grundfläche, unübersichtliche Lagerbereiche

    3Große Grundfläche, unübersichtliche Lagerbereiche

  4. Gemischtes Warensortiment, darunter Lebens- und Futtermittel

    4Gemischtes Warensortiment, darunter Lebens- und Futtermittel

  5. Dokumentationsanforderungen von Lieferantenaudits

    5Dokumentationsanforderungen von Lieferantenaudits

Die Natur des logistischen Risikos

Das Schädlingsrisiko eines Lagers hängt in erster Linie nicht von der gelagerten Ware ab, sondern vom Verkehrsaufkommen. Jede eingehende Fracht, jede Palette und jeder Container ist ein potenzieller Einschleppungsweg, und die Verladetore stehen den größten Teil des Tages offen.

Deshalb liegt der Schwerpunkt der Bekämpfung auf dem Perimeter und den Toren, nicht im Innern des Lagers.

Perimeterschutz

An der Außenlinie des Gebäudes steht ein Netz verschließbarer Köderstationen, dichter in der Nähe der Tore, des Abfalllagerplatzes und der Kanalschächte. Dazu gehört die Pflege eines vegetationsfreien Streifens rund um das Gebäude – bis an die Wand herangewachsene Vegetation bietet unmittelbar neben dem Gebäude Verstecke.

Torüberwachung

An den Verladetoren installieren wir ein dichteres Punktnetz, denn hier ist die Datenlage am wertvollsten: Steigt der Fang an einem bestimmten Tor dauerhaft an, deutet das auf den technischen Zustand des Tores oder sein Umfeld hin.

Umgang mit großer Grundfläche

In einem mehrere zehntausend Quadratmeter großen Lager arbeitet das Punktnetz in Zonen unterteilt. Die Auswertung erfolgt je Zone, sodass sich ein Anstieg des Schädlingsdrucks einem Ort zuordnen lässt und nicht in den Gesamtzahlen des ganzen Lagers untergeht.

Dokumentation für Lieferantenaudits

IFS Logistics und BRCGS Storage & Distribution verlangen dieselbe Dokumentation wie die Lebensmittelstandards: Lageplan, Protokolle, Trenddaten, Sicherheitsdatenblätter. All das erstellen wir vollständig.

Was genau erwartet ein Audit von der Schädlingsbekämpfungsdokumentation? Das erläutern wir ausführlich in unserem Leitfaden zu den HACCP-Anforderungen an die Schädlingsbekämpfung.

Häufige Fragen

Wie lässt sich das Risiko durch offene Verladetore begrenzen?

Durch die Kombination aus physischem Schutz und Monitoring. An den Toren installieren wir ein dichteres Punktnetz; für die Toröffnungen empfehlen wir Luftschleier, Schnelllauftore oder Bürstendichtungen, und der Bereich vor den Toren muss vegetationsfrei gehalten werden. Aus den Monitoringdaten ist ersichtlich, an welchem Tor der Schädlingsdruck am größten ist.

Lässt sich die Schädlingsfreiheit der eingehenden Ware prüfen?

Eine stichprobenartige Kontrolle der eingehenden Fracht lässt sich in den Wareneingangsprozess einbauen, und aus den Monitoringdaten wird auch ersichtlich, wenn der Fang zusammen mit den Lieferungen eines bestimmten Zulieferers ansteigt. Paletten sind ein besonders häufiger Einschleppungsweg.

Weitere Leistungen