Häufig gestellte Fragen

Das sind die Fragen, die uns Unternehmens- und Institutionskunden am häufigsten stellen: wie die Dokumentation aufgebaut ist, was ein Audit prüft, mit welchen Methoden wir arbeiten, und wie schnell wir vor Ort sein können.

Zusammenarbeit und Angebot

Arbeiten Sie auch für Privatpersonen, einschließlich Wohnungen?

Bei Einfamilienhaus und Garten ja: Wir schließen den Vertrag direkt mit dem Eigentümer, mit denselben Verfahren und Konditionen wie bei unseren gewerblichen Partnern. Bei einer Eigentumswohnung werden wir dagegen über die Hausverwaltung bzw. das Facility-Management-Unternehmen tätig, und zwar für das gesamte Gebäude: Schädlinge bewegen sich frei zwischen Wohnungen, Kellern und der Lüftungsanlage, daher führt die Behandlung einer einzelnen Wohnung allein nicht zu einem dauerhaften Ergebnis.

Wie schnell können Sie vor Ort sein?

Bei Vertragskunden sind wir bei akuten Fällen binnen 24 Stunden vor Ort, für vorrangige Kunden unterhalten wir einen Bereitschaftsdienst. Zehn eigenständige Teams arbeiten gleichzeitig in mehreren Gebieten, sodass auch in Spitzenzeiten Kapazität frei bleibt.

Was kostet eine Schädlingsbekämpfung?

Wir arbeiten nicht mit einer Preisliste und geben auch keine Preisspanne an, da der Preis wesentlich vom Standort, der Fläche, der Schädlingsart und dem Ausmaß des Befalls, der Zugänglichkeit sowie davon abhängt, wie schnell und in welchem Zeitplan eingegriffen werden muss. Ein veröffentlichter Preis wäre ohne diese Angaben irreführend. Jedes Angebot erstellen wir individuell und senden es per E-Mail – bei Dringlichkeit umgehend –, für Privatpersonen ebenso wie für Unternehmen.

Warum ist ARZÉN nicht das günstigste Angebot?

Weil der Preis die tatsächliche Arbeit deckt. Der Preis einer Behandlung hängt von drei Dingen ab: wie viel Zeit die Fachkraft vor Ort verbringt, wie viel und welches Mittel eingesetzt wird, und ob eine Nachkontrolle erfolgt. Ein deutlich günstigeres Angebot spart in der Regel an einem dieser Punkte – kürzere Behandlung, geringere Dosis oder ausbleibende Nachkontrolle –, weshalb das Problem innerhalb weniger Wochen zurückkehrt und die Arbeit ein zweites Mal bezahlt werden muss. Wir arbeiten beim ersten Mal so, dass kein zweiter Einsatz nötig ist: Begehung, vollständige Dosis und Nachkontrolle sind Teil des Angebots, ohne nachträglichen Aufschlag.

Warum ein Unternehmen statt eines Einzelunternehmers?

Weil ein Einzelunternehmer allein arbeitet: Wird er krank oder verletzt sich – eine Grippe oder ein Beinbruch genügt –, steht die Arbeit still. Bei uns gibt es einen Bereitschaftsdienst mit zehn eigenständigen Teams, sodass immer freie Kapazität bleibt. Der Auftrag wird auch dann termingerecht erledigt, wenn jemand ausfällt.

Lohnt sich ein Vertrag?

Ja. Vertragskunden erhalten bei uns einen Rabatt, wir sind bei akuten Fällen binnen 24 Stunden vor Ort, und das planmäßige, dokumentierte Programm hält den Standort langfristig schädlingsfrei – sodass nach jedem Befall nicht wieder bei null begonnen werden muss.

Wie entsteht das Angebot?

Nach Eingang der Anfrage antworten wir per E-Mail. Bei einer kleineren, eindeutigen Aufgabe erstellen wir das Angebot anhand der übermittelten Angaben; bei einem größeren oder komplexeren Standort vereinbaren wir zunächst einen Ortstermin. Das Angebot enthält den Preis, den Behandlungsplan, den Zeitplan und den Umfang der zu übergebenden Dokumentation.

Eignen sich Ihre Angebote für ein Vergabeverfahren?

Ja. Wir verfügen über eine Zulassung als Schädlingsbekämpfer und über die Gasmeister-Qualifikation – die höchste Qualifikation der Branche und gesetzlich für die Begasung geschlossener Räume vorgeschrieben. Wir betreiben ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001, und zu unseren Referenzen zählen Kommunen, Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen, sodass auch Referenzanforderungen nachweisbar sind.

Dokumentation und Audits

Welche Dokumentation erhalten wir zu den Behandlungen?

Zu jedem Einsatz stellen wir ein Behandlungsprotokoll aus, das den Namen des eingesetzten Mittels, dessen Zulassungsnummer und Wirkstoff, die behandelte Fläche und den Zeitpunkt enthält. Dazu legen wir Sicherheitsdatenblätter, Zulassungskopien, einen Lageplan mit den Monitoringpunkten sowie eine Zusammenfassung der Fangdaten bei.

Was prüft ein IFS- oder BRCGS-Audit im Bereich Schädlingsbekämpfung?

Ob ein schriftliches Schädlingsbekämpfungsprogramm existiert, ob ein Lageplan mit nummerierten Monitoringpunkten vorliegt, ob die Prüfprotokolle rückwirkend vollständig sind, ob Sicherheitsdatenblätter und Zulassungen verfügbar sind, und ob die Trenddaten zeigen, dass das Programm tatsächlich funktioniert. Die meisten Abweichungen entstehen nicht durch die Anwesenheit des Schädlings, sondern dadurch, dass die Wirksamkeit des Programms nicht belegbar ist.

Wer trägt die Verantwortung für das Schädlingsbekämpfungsprogramm – der Dienstleister oder der Betrieb?

Die Verantwortung liegt beim Betrieb; der Dienstleister ist für die fachgerechte Durchführung und die Dokumentation verantwortlich. Deshalb ist es wichtig, dass die übergebenen Unterlagen beim Audit für sich selbst sprechen und dass der Betrieb eine verantwortliche Person benennt, die das Programm verfolgt.

Methoden und Technologie

Mit welchen Methoden führen Sie die Insektenbekämpfung durch?

Für ein dauerhaftes Ergebnis ist in der Regel eine Kombination von Verfahren nötig. Wir setzen Stäubung, Sprühbehandlung (Residualbehandlung), Kaltvernebelung, ULV-Verfahren und Gelköderung ein. Die Wahl richtet sich nach dem Zielschädling, der Umgebung und den lebensmittelrechtlichen Einschränkungen.

Muss die Produktion für die Behandlung unterbrochen werden?

In den meisten Fällen nicht. Die Maßnahmen werden in Schichtpausen, an Wochenenden oder in ein geplantes Wartungsfenster gelegt, und das Verfahren wird so gewählt, dass die Wiederbetretungsfrist in dieses Fenster passt. In der Lebensmittelindustrie setzen wir ausschließlich für den jeweiligen Einsatzbereich zugelassene Mittel ein.

Kann im Produktionsbereich Rattenköder eingesetzt werden?

In Zonen mit Lebensmittelkontakt und in anderen Hochrisikozonen ist der Einsatz von Giftködern in der Regel nicht zulässig. Dort setzen wir stattdessen mechanische Fallen und Leimfallen ein; Köder werden am Gebäudeumkreis, in verschließbaren Köderstationen ausgebracht.

Warum kehren Küchenschaben immer wieder in die Küche zurück?

Weil die warmen, geschützten Hohlräume der Küchentechnik – Ofenrückwand, Isolierung der Spülmaschine, Motorraum der Kühlgeräte – ideale Verstecke bieten, die eine reine Oberflächenbehandlung nicht erreicht. Für ein dauerhaftes Ergebnis müssen die Geräte abgerückt, die Spalten gezielt mit Gel behandelt und nach zwei bis drei Wochen nachkontrolliert werden.

Nagetiere

Was weist auf die Anwesenheit von Nagetieren hin?

Nagespuren an Verpackungen und Kabeln, Kot entlang von Wänden, fettige Schmierspuren am Wandsockel und entlang von Laufwegen, Nistmaterial in verdeckten Hohlräumen sowie nächtliche Geräusche in der Zwischendecke oder unter Maschinensockeln. Im Betriebsumfeld ist jedoch nicht die Sichtbeobachtung das zuverlässigste Signal, sondern ein steigender Trend in den Fangdaten der Monitoringpunkte.

Welche Krankheiten können Nagetiere übertragen?

Mäuse können unter anderem die lymphozytäre Choriomeningitis, Salmonellose und Tularämie übertragen. Ratten können Leptospirose, Fleckfieber, virales hämorrhagisches Fieber und Trichinellose übertragen. Im Lebensmittelbereich rechtfertigt allein das Risiko der Produktkontamination die Bekämpfung.

Worin unterscheidet sich die Bekämpfung von Mäusen und Ratten?

Die Hausmaus hat einen kleinen Aktionsradius und verbringt oft ihr ganzes Leben innerhalb des Gebäudes, daher braucht sie ein dichteres Innen-Monitoringnetz. Die Wanderratte durchstreift ein größeres Gebiet, kommt typischerweise von außen, und gegen sie ist der Objektschutz am Gebäudeumkreis das wirksame Mittel. Die Bekämpfung der beiden Arten ist daher nicht austauschbar.

Einsatzgebiet und Kapazität

In welchen Gebieten sind Ihre Leistungen verfügbar?

Wir arbeiten in Budapest und vierzehn Komitaten: Győr-Moson-Sopron, Vas, Zala, Somogy, Tolna, Veszprém, Fejér, Komárom-Esztergom, Pest, Bács-Kiskun, Nógrád, Heves, Jász-Nagykun-Szolnok und Csongrád-Csanád. Unsere Standorte befinden sich in Tatabánya, Budapest und Esztergom. Bei Aufträgen mit mehreren Standorten übernehmen wir nach individueller Absprache auch Arbeiten außerhalb dieser Komitate.

Kann ein Unternehmen mit mehreren Standorten über einen Vertrag abgewickelt werden?

Ja. Mehrere Standorte können unter einem Rahmenvertrag mit einheitlichem Verfahren und zusammengeführter Dokumentation betreut werden. Das vereinfacht die Verwaltung und macht die Daten der Standorte für das zentrale Qualitätsmanagement vergleichbar.

Ihre Frage war nicht dabei?

Beschreiben Sie die Situation, und wir geben Ihnen eine konkrete Antwort – bei Bedarf nach einer Begehung vor Ort.