Warum scheitert die Dokumentation beim Audit?
Erfahrungen aus Lebensmittelaudits zeigen: Im Bereich Schädlingsbekämpfung entsteht die Mehrzahl der Abweichungen nicht dadurch, dass ein Schädling gefunden wurde, sondern dadurch, dass die Funktion des Programms nicht nachweisbar ist. Es fehlt der Lageplan, frühere Protokolle sind nicht vorhanden, oder es gibt keine Datenreihe, aus der hervorgeht, dass der Befallsdruck durch die Einsätze gesunken ist.
Genau diesen Nachweis liefert das Monitoringsystem.
Was genau erwartet ein Audit von der Schädlingsbekämpfungsdokumentation? Das erläutern wir ausführlich in unserem Leitfaden zu den HACCP-Anforderungen an die Schädlingsbekämpfung.
Was beinhaltet es?
Nummeriertes Punktnetz
Für fliegende Insekten UV-Lichtfallen, für kriechende Insekten Klebefallen-Monitore, für Nagetiere Köder- und Fangpunkte. Jedes Gerät erhält eine laufende Nummer und wird in den Lageplan aufgenommen.
Planmäßige Kontrolle
Die Häufigkeit der Kontrolle richtet sich nach der Risikoeinstufung der Zone. In Hochrisikobereichen – Wareneingang, Verpackung – häufiger, in Lagern mit niedrigerem Risiko seltener.
Erfassung der Fangdaten
Je Punkt, mit Datum – aus dieser Datenreihe lässt sich der Trend ableiten.
Trendanalyse und Empfehlung
Aus der Auswertung geht hervor, wo der Druck steigt. Steigt der Fang an Punkten in der Nähe eines Tores von Monat zu Monat, deutet das auf ein bauliches Problem hin – und dessen Behebung bringt ein dauerhafteres Ergebnis als eine häufigere Behandlung.
Die Jahresauswertung
Jährlich erstellen wir eine Auswertung, die den aktuellen Lageplan des Punktnetzes, die jährlichen Fangtrends je Zone, die durchgeführten Einsätze und die vorgeschlagenen baulichen Maßnahmen enthält. Das ist das Dokument, das bei einem IFS- oder BRCGS-Audit die Funktion des Schädlingsbekämpfungsprogramms nachweist.
