Die beiden häufigen Arten
In Ungarn kommen in Betrieben und Wohnräumen regelmäßig zwei Arten vor, und die Bekämpfung der einen lässt sich nicht durch die der anderen ersetzen.
Deutsche Kakerlake (Blattella germanica) – kleiner, hellbraun, mit zwei dunklen Längsstreifen auf dem Rücken des Halsschilds. Sie sucht warme, feuchte, geschützte Hohlräume: Rückwand von Backöfen, Isolierung von Geschirrspülern, Motorraum von Kühlschränken, Unterseite von Kaffeemaschinen. Das Weibchen trägt die Ootheke bis zum Schlüpfen mit sich, deshalb erholt sich die Population nach einer unvollständigen Behandlung schnell.
Orientalische Kakerlake (Blatta orientalis), auch Orientalische Schabe genannt – größer, dunkler, langsamer in der Bewegung. Sie bevorzugt kühlere, feuchtere Orte: Keller, Kanalanschlüsse, Schächte, Technikräume. Sie kommt meist von unten, aus dem Leitungssystem, deshalb reicht eine Behandlung allein innerhalb des Gebäudes selten aus – auch der Zugangsweg muss behandelt werden.
Woran man sie erkennt
Ein lebendes Tier sieht man tagsüber selten. In der Praxis verraten die Spuren:
- Kot – pfefferkorngroße, dunkle Krümel entlang der Fugen, Ecken und der Rückseite von Geräten. Ihre Dichte zeigt gut, wo sich das Versteck befindet.
- Abgestreifte Häute – die Larven häuten sich im Laufe ihrer Entwicklung mehrmals; die Häutungsreste sammeln sich in unmittelbarer Nähe des Verstecks.
- Geruch – bei starkem Befall ist ein charakteristischer süßlich-moderiger Geruch wahrzunehmen, meist in geschlossenen, warmen Räumen.
Warum eine Oberflächenbehandlung nicht ausreicht
Die Kakerlake verbringt den größten Teil des Tages in Bauteilhohlräumen, die eine Oberflächenbesprühung nicht erreicht. Die reine Oberflächenbehandlung erreicht nur die auslaufenden Tiere, nicht den Kern der Population – deshalb wirkt sie kurzzeitig erfolgreich, und deshalb kehrt der Befall zurück.
Die ARZÉN Kft. beginnt den Einsatz daher mit einer Begehung: wo sich die Verstecke befinden, woher der Nachschub kommt und welche Lebensmittelsicherheitsgrenzen in der jeweiligen Zone gelten. Die Behandlung besteht meist aus der gezielten Gelbehandlung der Fugen, der residualen Behandlung der Sockelleisten und dem Zugänglichmachen der Räume hinter den Geräten, worauf nach zwei bis drei Wochen eine Nachkontrolle folgt.
In Lebensmittelbetrieben kommt dazu das Monitoring: ein Netz nummerierter Klebefallen-Punkte, dessen Fangdaten zeigen, wo sich der Befall verstärkt – und beim Audit ist genau das der Nachweis, dass das Programm funktioniert.
Wann sich ein Fachbetrieb lohnt
Wenn Sie Kotspuren oder ein tagsüber herumlaufendes Tier sehen; wenn der Befall in der Küche oder in einem Lebensmittelbereich auftritt; oder wenn das Problem nach der Anwendung eines Handelsmittels innerhalb weniger Wochen zurückgekehrt ist. Letzteres bedeutet meist, dass das Versteck unberührt geblieben ist.







