Zecke: Erkennung, Entfernung, Gartenbehandlung

Die Zecke fliegt nicht und springt nicht: Aus der niedrigen Bodenvegetation – einem Grashalm, einem Strauchzweig, meist in 20–80 cm Höhe – klammert sie sich an den vorbeistreifenden Wirt. Eine festgesetzte Zecke muss so früh wie möglich entfernt werden: mit einer Pinzette, so nah wie möglich an der Hautoberfläche gefasst, mit gleichmäßigem Zug. Im Garten verringert das Zurückdrängen von hohem Gras und Laub die Zeckendichte am wirksamsten.

Zecke (Ixodes ricinus · Dermacentor reticulatus)
Ixodes ricinus · Dermacentor reticulatus

Woran man ihn erkennt

Vergleichen Sie es mit dem, was Sie gefunden haben. Im Zweifel senden Sie uns ein Foto – anhand der vorläufigen Bestimmung kommen wir gleich mit der passenden Methode.

  1. Dunkler, linsengroßer Punkt auf der Haut, oft in Hautfalten

    1Dunkler, linsengroßer Punkt auf der Haut, oft in Hautfalten

  2. Hohes Gras und Laub am Gartenrand, im buschigen Übergangsstreifen

    2Hohes Gras und Laub am Gartenrand, im buschigen Übergangsstreifen

  3. Regelmäßig an Hund oder Katze gefundene Zecke

    3Regelmäßig an Hund oder Katze gefundene Zecke

  4. Waldrand-, Bachufer- oder schattiger, feuchter Gartenbereich

    4Waldrand-, Bachufer- oder schattiger, feuchter Gartenbereich

Wo man ihr begegnet

Die Zecke fliegt nicht und springt nicht, und sie fällt auch nicht vom Baum auf den Menschen. Ihre Methode ist einfach: Sie klettert auf einen Grashalm oder einen niedrigen Strauchzweig, meist in 20–80 cm Höhe, streckt das erste Beinpaar aus und wartet, bis ein Wirt vorbeikommt. Das nennt man Anlauern.

Daraus folgt, wo man sie sich einfängt: in hohem Gras, in Laub, im buschigen Übergangsstreifen – also am Gartenrand, an der Grenze zum Wald oder Bachufer und in ungemähten, schattigen, feuchten Bereichen. Der kurz gemähte, sonnige Rasen ist deutlich weniger riskant.

Woran man sie erkennt

Die festgesetzte Zecke ist ein dunkler, anfangs linsengroßer Punkt auf der Haut, der mit fortschreitendem Blutsaugen anschwillt. Am häufigsten findet man sie in Hautfalten, auf der Kopfhaut, hinter dem Ohr und an der Gürtellinie, weil sie dünnere Haut sucht.

Im Garten ist das verräterische Zeichen indirekt: Findet man regelmäßig an Hund oder Katze eine Zecke, ist ein Teil des Gartens fast sicher ein geeigneter Lebensraum für sie.

Die fachgerechte Entfernung

Fassen Sie sie mit einer Pinzette so nah wie möglich an der Hautoberfläche und ziehen Sie mit gleichmäßiger Kraft. Drücken oder drehen Sie den Körper der Zecke nicht.

Verwenden Sie kein Öl, keinen Nagellack, keinen Alkohol und keine Hitze. Dadurch entleert die Zecke ihren Darminhalt in die Wunde, was genau das Risiko erhöht, das Sie mit der Entfernung verringern wollten. Desinfizieren Sie nach der Entfernung die Stichstelle und beobachten Sie sie einige Wochen lang; suchen Sie bei Beschwerden einen Arzt auf.

Was sich in Garten und Grünfläche tun lässt

Die Ausrottung der Zecke ist kein realistisches Ziel, weil aus der Umgebung und von wild lebenden Wirtstieren ständig neue Zecken einwandern. Die Dichte lässt sich dagegen deutlich verringern, und hier zählt auch die Reihenfolge:

  1. Regelmäßiges Mähen, besonders in genutzten Bereichen.
  2. Das Abtransportieren von Laub und Schnittgut – nicht am Gartenrand aufgehäuft, denn dort entsteht dann ein idealer Lebensraum.
  3. Die Pflege des Übergangsstreifens zum Wald, Gebüsch oder Bachufer hin; das ist der wenige Meter breite Streifen, aus dem der Großteil der Zecken stammt.
  4. Danach, ergänzend, eine gezielte Behandlung des Übergangsstreifens.

Die Reihenfolge ist nicht vertauschbar: Eine Behandlung auf ungepflegter, hoch bewachsener Fläche bringt nur ein vorübergehendes Ergebnis, weil der Lebensraum selbst unverändert bleibt.

Auf kommunalen Grünflächen, in Einrichtungsgärten und auf betrieblichen Erholungsflächen führt die ARZÉN Kft. die Behandlung abgestimmt mit dem Mähplan durch und dokumentiert den Einsatz.

Versteck und Zugangswege

Die Behandlung beginnt dort, wo sich das Tier tatsächlich aufhält – diese Stellen prüfen wir bei der Begehung zuerst.

  • Hohes Gras und Laub am Gartenrand – in 20–80 cm Höhe, auf der Lauer

    Hohes Gras und Laub am Gartenrand – in 20–80 cm Höhe, auf der Lauer

  • Buschiger Übergangsstreifen zum Wald oder Bachufer hin

    Buschiger Übergangsstreifen zum Wald oder Bachufer hin

  • Schattiger, feuchter, selten gemähter Gartenbereich

    Schattiger, feuchter, selten gemähter Gartenbereich

Bettwanze oder Zecke?

Zwei ähnliche Arten in einem Bild, im gleichen Maßstab. Der Unterschied liegt nicht nur im Namen: Gegen beide hilft ein anderes Verfahren.

Bettwanze und Zecke nebeneinander, im gleichen Maßstab
Links: Bettwanze · Rechts: Zecke

BettwanzeMehr erfahren →

  • Insekt: sechs Beine, zwei Fühler
  • 5 mm, flach, oval, rotbraun
  • Versteckt sich in der Umgebung des Betts: Matratzennaht, Spalt im Lattenrost
  • Sticht nachts und zieht sich dann zurück; die Stiche oft in Reihen

Zecke

  • Spinnentier: acht Beine, ohne Fühler
  • Vorn ein dunkler Schild; der Körper schwillt beim Blutsaugen auf ein Vielfaches an
  • Gelangt aus dem Garten, aus hohem Gras, auf die Haut
  • Bleibt tagelang in der Haut; meist setzt sich nur ein einzelnes Tier fest

Was sich in die Haut krallt und nicht loslässt, ist die Zecke; was sich rund um das Bett versteckt und nur seine Spuren hinterlässt, ist die Bettwanze. Das sichere Zeichen ist die Anzahl der Beine: sechs beziehungsweise acht.

Häufige Fragen

Wie entfernt man eine Zecke richtig?

Mit einer Pinzette, so nah wie möglich an der Hautoberfläche gefasst, mit gleichmäßiger Kraft gezogen. Drehen oder quetschen Sie den Körper der Zecke nicht. Verwenden Sie kein Öl, keinen Nagellack und keine Hitze: Dadurch entleert die Zecke ihren Darminhalt in die Wunde, was genau das Infektionsrisiko erhöht. Desinfizieren Sie nach der Entfernung die Stichstelle und beobachten Sie sie einige Wochen lang.

Wie schnell überträgt sie eine Infektion?

Je länger sie saugt, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Erregerübertragung, deshalb ist die verstrichene Zeit der wichtigste Faktor. Deshalb lohnt es sich, nach jedem im Freien verbrachten Tag die Haut abzusuchen – besonders die Hautfalten, die Kopfhaut und die Gürtellinie, wo sich die Zecke am liebsten festsetzt.

Kann man die Zecke aus dem Garten ausrotten?

Nicht vollständig, weil aus der umliegenden Grünfläche und von wild lebenden Wirtstieren ständig neue Zecken einwandern. Die Dichte lässt sich dagegen deutlich verringern: regelmäßiges Mähen, das Abtransportieren von Laub und Schnittgut sowie die Pflege des Übergangsstreifens zum Wald oder Gebüsch sind am wirksamsten. Ergänzend lässt sich eine gezielte Behandlung des Übergangsstreifens durchführen.

Übernehmen Sie die Behandlung von Grünflächen?

Ja. Auf kommunalen Grünflächen, in Einrichtungsgärten und auf betrieblichen Park- und Erholungsflächen ist die Verringerung der Zeckendichte eine regelmäßig wiederkehrende Aufgabe, meist abgestimmt mit dem Mähplan. Den Einsatz dokumentieren wir.

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