Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft

Der Schwerpunkt der landwirtschaftlichen Schädlingsbekämpfung liegt auf dem Schutz der gelagerten Ernte: Vorratsschädlinge entwickeln sich im Inneren des Bestands und sind mit Oberflächenbehandlung nicht zu erreichen. Die Lösung ist die Begasung in geschlossenen Räumen, unter Aufsicht eines Gasmeisters, mit vorheriger Vorbereitung des Lagerraums.

Landwirtschaft

Typische Herausforderungen

Diese Situationen entscheiden, wie das Programm für Ihren Standort aufgebaut wird – wir sehen sie uns bei der Begehung als Erstes an.

  1. Der Schädling entwickelt sich im Inneren der Körner

    1Der Schädling entwickelt sich im Inneren der Körner

  2. Saisonale Einlagerungsspitzen mit engem Zeitfenster

    2Saisonale Einlagerungsspitzen mit engem Zeitfenster

  3. Nicht gasdichte Lagerräume

    3Nicht gasdichte Lagerräume

  4. Nagerdruck aus den umliegenden landwirtschaftlichen Flächen

    4Nagerdruck aus den umliegenden landwirtschaftlichen Flächen

  5. Qualitätsbeanstandung seitens des Abnehmers

    5Qualitätsbeanstandung seitens des Abnehmers

Der Vorratsschädling zerstört verborgen

Die Larven der Kornkäfer entwickeln sich im Inneren der Getreidekörner, die der Vorratsmotten in den tieferen Schichten des Bestands. Der Schaden bleibt deshalb lange unsichtbar und kommt erst zum Vorschein, wenn der Abnehmer eine Qualitätsbeanstandung erhebt – typischerweise im schlechtesten Moment, bei der Auslagerung.

Die Oberflächenbehandlung erreicht diese Entwicklungsstadien nicht. Der gasförmige Wirkstoff ist der einzige, der sich im gesamten Querschnitt des Bestands verteilt.

Behandlung des leeren Lagers

Die wirksamste und kostengünstigste Maßnahme ist die Behandlung des leeren Lagers vor der Einlagerung. Dabei lässt sich der aus der Vorsaison in baulichen Ritzen, Förderschnecken und Trichtern verbliebene Befall beseitigen, der den neuen Bestand sofort infizieren würde.

Gasdichtheit

Die Begasung wirkt nur in einem verschließbaren Raum. Vor der Behandlung prüfen wir den Zustand des Lagers und verschließen Ritzen, Lüftungsöffnungen und andere Öffnungen. Bei einer dauerhaft nicht verschließbaren Konstruktion empfehlen wir die Instandsetzung – ohne sie kann die Wirksamkeit nicht garantiert werden.

Nagetierbekämpfung auf dem Betriebsgelände

Landwirtschaftliche Betriebsgelände stehen von den umliegenden Feldern her unter ständigem Nagerdruck. Das Köderpunktnetz rund um die Lager und die Pflege des vegetationsfreien Streifens sind hier besonders wichtig.

Saisonale Terminplanung

Die Einlagerungsspitze lässt nur ein enges Zeitfenster. Wir terminieren die Behandlungen deshalb nach einem vorab abgestimmten Kalender, damit das Lager zum Beginn der Einlagerung bereit ist.

Häufige Fragen

Wann sollte begast werden, vor oder nach der Einlagerung?

Beides hat seine Funktion. Die Behandlung des leeren Lagers vor der Einlagerung beseitigt den aus der Vorsaison verbliebenen Befall – das ist die wirksamste Vorbeugung. Nach der Einlagerung behandeln wir den bereits eingelagerten Bestand, wenn das Monitoring einen Befall anzeigt.

Was tun, wenn das Lager nicht gasdicht ist?

Die Begasung wirkt nur in einem verschließbaren Raum. Ritzen, Lüftungsöffnungen und andere Öffnungen verschließen wir vor der Behandlung; wo sich das nicht dauerhaft lösen lässt, empfehlen wir eine bauliche Instandsetzung, denn ohne sie kann die Wirksamkeit der Behandlung nicht garantiert werden.

Beeinträchtigt die Begasung die Qualität der Ernte?

Nein. Phosphingas liegt gasförmig vor und hinterlässt nach der Belüftung keinen Rückstand auf der Ernte, der die Verwendung einschränken würde. Am Ende des Vorgangs messen wir die Konzentration und halten das Ergebnis im Protokoll fest.

Weitere Leistungen