Was den Schaden verursacht, und was sie frisst
Das Wichtigste bei der Kleidermotte ist zu wissen, dass den Schaden die Larve verursacht, nicht der fliegende Falter. Das ausgewachsene Exemplar nimmt gar keine Nahrung mehr auf: Seine Rolle ist die Fortpflanzung. Sehen Sie einen Falter um den Schrank herum, ist das nicht der Schädling selbst, sondern das Zeichen, dass der Zyklus bereits läuft.
Die Larve ernährt sich von Keratin, deshalb sucht sie Fasern tierischen Ursprungs: Wolle, Kaschmir, Seide, Pelz, Federn, Wollteppich. Reine Baumwolle und synthetisches Material sind keine Nahrung – dort entsteht meist nur Schaden, wenn Schweiß- oder Essensreste daran haften. Deshalb wird ungewaschen weggelegte Kleidung häufiger beschädigt.
Woran man sie erkennt
- Unregelmäßige Löcher, Fraßspuren auf Wolle oder Kaschmir, oft entlang von Falten und an selten bewegten Stücken.
- Weißliches, seidiges Gespinst, beziehungsweise bei der Pelzmotte das winzige, von der Larve mitgetragene Gehäuse an der Textiloberfläche.
- Kleiner, hellbrauner Falter, der auf der Oberfläche eher läuft als fliegt, und das Licht meidet.
Der Schaden beginnt meist im dunklen, hinteren, selten gestörten Bereich des Schranks – dort, wo die Winterkleidung monatelang unbewegt liegt.
Warum der Duftspender nicht ausreicht
Lavendel und ähnliche Mittel halten allenfalls den ausgewachsenen Falter fern. Auf die bereits im Textil vorhandenen Eier und Larven haben sie keine Wirkung, und den Schaden verursachen genau diese. Deshalb kommt es vor, dass sich die Löcher trotz Duftspender im Schrank weiter vermehren.
Was zu einem dauerhaften Ergebnis führt
Auch hier zählt die Reihenfolge, und sie lässt sich nicht vertauschen:
- Identifizierung und Behandlung der befallenen Stücke – das Waschen und Trocknen bei hoher Temperatur beziehungsweise das Einfrieren vernichtet sowohl Ei als auch Larve.
- Vollständige Entleerung und gründliche Reinigung des Schranks, mit besonderem Augenmerk auf Fugen, Ecken und den Boden der Regale, wo sich die Eier verstecken.
- Beseitigung der versteckten Herde: Unterseite des Wollteppichs, Polstermöbel, selten genutztes Textil, gelagerter Pelz.
- Danach, bei ausgedehntem Befall, eine gezielte Behandlung.
Erscheint die Motte im gelagerten Lebensmittel statt im Textil, handelt es sich nicht um die Kleidermotte – die Vorratsschädlinge gehören zu einer anderen Gruppe und erfordern ein anderes Verfahren.








