Floh: Erkennung, Stichbild, Flohbekämpfung

Flohstiche treten typischerweise in Gruppen zu zweit oder dritt auf, in Höhe von Knöchel und Unterschenkel. Von der Flohpopulation in der Wohnung ist nur ein Bruchteil als ausgewachsenes Tier auf dem Haustier zu finden: Der Großteil der Eier, Larven und Puppen sitzt im Teppich, in Bodenritzen und rund um den Liegeplatz, deshalb beseitigt die Behandlung des Tieres allein den Befall nicht.

Floh (Ctenocephalides felis · Ctenocephalides canis)
Ctenocephalides felis · Ctenocephalides canis

Woran man ihn erkennt

Vergleichen Sie es mit dem, was Sie gefunden haben. Im Zweifel senden Sie uns ein Foto – anhand der vorläufigen Bestimmung kommen wir gleich mit der passenden Methode.

  1. Gruppierte, juckende Stichspuren an Knöchel und Unterschenkel

    1Gruppierte, juckende Stichspuren an Knöchel und Unterschenkel

  2. Dunkle, krümelige Kotkrümel am Liegeplatz oder im Teppich

    2Dunkle, krümelige Kotkrümel am Liegeplatz oder im Teppich

  3. Häufiges Kratzen und Knabbern des Tieres

    3Häufiges Kratzen und Knabbern des Tieres

  4. Springendes, dunkles, 1–3 mm großes Insekt auf dem Boden oder der Socke

    4Springendes, dunkles, 1–3 mm großes Insekt auf dem Boden oder der Socke

Woran man ihn erkennt

Das zuverlässigste Zeichen ist das Muster der Stichspuren: kleine, stark juckende Stiche, oft mit einem dunklen Punkt in der Mitte, die gruppiert, zu zweit oder dritt auftreten, meist in Höhe von Knöchel und Unterschenkel. Das liegt daran, dass der Floh nicht fliegt – er springt vom Boden oder aus bodennahen Textilien hoch.

Das zweite Zeichen ist der Flohkot: dunkle, krümelige Partikel am Liegeplatz des Tieres, im Teppich oder im Polster. Auf feuchtem, hellem Papier hinterlassen sie einen rötlich-braunen Hof, weil sie verdautes Blut enthalten – das unterscheidet sie von gewöhnlichem Staub.

Das Insekt selbst ist 1–3 mm groß, seitlich abgeflacht, dunkelbraun und auffallend sprungstark.

Warum es nicht reicht, nur das Tier zu behandeln

Das ist der wichtigste und am häufigsten missverstandene Punkt der Flohbekämpfung. Die auf dem Tier sichtbaren ausgewachsenen Flöhe machen nur den Bruchteil der gesamten Population aus. Die Eier fallen vom Tier ab und entwickeln sich dort weiter, wo sich das Tier aufhält: in den Teppichfasern, in den Bodenritzen, im Polster, in der Umgebung des Liegeplatzes und der Ruheplätze.

Deshalb kommt es vor, dass die Stiche nach der tierärztlichen Behandlung weitergehen: Das Tier ist sauber, die Wohnung nicht.

Warum sie gleichzeitig schlüpfen

Der Floh kann als Puppe lange abwarten und schlüpft auf Erschütterung und Kohlendioxid hin – also auf das Signal, dass sich ein Wirt nähert. Das erklärt die beiden typischen Fälle: die aus dem Urlaub heimkehrende Familie, beziehungsweise den neu einziehenden Bewohner, den in der bis dahin ruhigen Wohnung sofort ein Massenstich empfängt.

Was zur Behandlung gehört

Für ein dauerhaftes Ergebnis sind die Behandlung der Wohnräume und die mechanische Vorbereitung gemeinsam nötig. Das Staubsaugen – besonders auf dem Teppich, an den Bodenritzen, im Polster und rund um den Liegeplatz – entfernt einen erheblichen Teil der Puppen und regt durch die Erschütterung die übrigen zum Schlüpfen an, wodurch die Behandlung wirksamer wird. Der Staubsaugerbeutel muss nach Gebrauch sofort aus der Wohnung entfernt werden.

Ist die Quelle kein Haustier, sondern ein Nagetiernest, ist die Flohbekämpfung allein nur eine symptomatische Behandlung: Das Problem kehrt zurück, deshalb muss sie zusammen mit der Nagetierbekämpfung geplant werden.

Versteck und Zugangswege

Die Behandlung beginnt dort, wo sich das Tier tatsächlich aufhält – diese Stellen prüfen wir bei der Begehung zuerst.

  • Der Liegeplatz des Tieres und die Umgebung der Ruheplätze – hier entwickeln sich die Eier

    Der Liegeplatz des Tieres und die Umgebung der Ruheplätze – hier entwickeln sich die Eier

  • Die Teppichfasern und die Bodenritzen

    Die Teppichfasern und die Bodenritzen

  • Gepolsterte Möbel, auf denen sich das Tier regelmäßig aufhält

    Gepolsterte Möbel, auf denen sich das Tier regelmäßig aufhält

Häufige Fragen

Warum sticht er in Höhe von Knöchel und Unterschenkel?

Weil der Floh vom Boden beziehungsweise aus bodennahen Textilien hochspringt und nicht fliegt. Das unterscheidet ihn am zuverlässigsten vom Mückenstich, der an jeder unbedeckten Körperstelle auftreten kann.

Reicht es, nur das Tier zu behandeln?

Nein. Die auf dem Tier sichtbaren ausgewachsenen Flöhe machen nur einen Bruchteil der gesamten Population aus; die Eier, Larven und Puppen entwickeln sich im Teppich, in Bodenritzen, im Polster und in der Umgebung des Liegeplatzes. Die tierärztliche Behandlung und die Behandlung der Wohnräume führen gemeinsam zum Ergebnis, keine von beiden allein.

Warum tritt er in einer leeren, unbewohnten Wohnung auf?

Weil der aus der Puppe schlüpfende Floh auf Erschütterung und Kohlendioxid reagiert. Bei längerer Abwesenheit oder einer leerstehenden Immobilie warten die Puppen ab, und bei der Rückkehr – oder beim Einzug eines neuen Bewohners – schlüpfen sie gleichzeitig. Das erklärt das charakteristische, plötzliche Massenauftreten.

Besteht ein Zusammenhang mit Nagetieren?

Möglich. Der Floh stammt nicht nur von Hund und Katze: Auch Nagetiere tragen ihn, und nach der Beseitigung eines Nagetiernests suchen die zurückgebliebenen Flöhe aktiv einen neuen Wirt. In einem solchen Fall muss die Flohbekämpfung zusammen mit der Nagetierbekämpfung erfolgen, sonst bleibt die Quelle bestehen.

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